11.02.2017: Grauzone Festival im Paard van Troje (Den Haag)

Nach mehreren Jahren in Amsterdam fand das GRAUZONE FESTIVAL in diesem Jahr zum ersten Mal in Den Haag statt. Wie schon zuvor wurde wieder ein erstklassiges und abwechslungsreiches Programm geboten.

Den Anfang machte eine Vorführung des Films WALKING IN THE OPPOSITE DIRECTION über Adrian Borland und THE SOUND mit einem hochinteressanten Einblick in den Charakter des Künstlers und die Geschichte der Band. Anschließend stellte sich der damalige Drummer von THE SOUND, Mike Dudley, noch einem Interview und Fragen aus dem Publikum. Dann folgten die Live-Konzerte.

AGENT SIDE GRINDER eröffneten den Live-Reigen. In gewohnt guter Manier wurde eine Auswahl der bisherigen Werke dargeboten, und es bleibt zu hoffen, dass die Band es verkraften wird, nach der laufenden Tour gleich 3 Mitglieder, darunter Sänger Kristoffer, zu verlieren.

WHISPERINGS SONS folgten. Wie schon am 7. Februar in Hannover wurde ein äußerst intensives Set geboten, und das Publikum war begeistert.

Act Nummer 3 war ANNA VON HAUSSWOLFF. Das Multitalent samt Band präsentierte ein sehr atmosphärisches Konzert mit einer tollen Stimmung. Abscnhittsweise erinnerte mich das sogar an die unglaublichen Dead Can Dance… klasse!

Wieder im kleinen Raum spielten THE UNDERGROUND YOUTH. Die Band aus Berlin stellte sehr anschaulich unter Beweis, dass Post Punk auch im Jahr 2017 noch aktuell und ganz sicher noch lange nicht tot ist.

Gespannt war ich auf den Auftritt von MARTIN REV, der zusammen mit dem vor nicht allzu langer Zeit verstorbenen ALAN VEGA ein Mastermind von SUICIDE war. Es wurde dem Publikum eine minimalistische One-Man-Show geboten, die aber zugegebenermaßen nicht so ganz meins war.

Noch eine alte Haudegen-Band, die noch in meiner „Gesehen“-Sammlung fehlte: CHROME. Die amerikanischen Post Punk Pioniere brachten den kleinen Saal dann auch schnell zum Beben, und spätestens bei „In a Dream“ gab es kein Stillstehen mehr.

Über CHAMELEONS VOX muss eigentlich nichts mehr gesagt werden – die Band liefert immer wieder Top-Qualität ab, und Songs wie „Mad Jack“ oder „Caution“ wirken auch nach 30 Jahren noch nicht altbacken.

Schluss-Act im kleinen Saal war ZANIAS, das Soloprojekt von Alison Lewis nach dem Ende von Keluar (und nach Linea Aspera). Erstaunlich, was eine einzelne Person auf der Bühne an Präsenz und Atmosphäre vermitteln kann – auf alle Fälle ein Highlight des Festivals!

Fotos

Video-Playlist (15 Videos):

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Updated: Sonntag, der 19. Februar 2017 — 19:48
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